Freitag, 26. Mai 2017

Blitz

Nadja: sagt: Zwischen den beiden antagonistischen  Systemen gab es eine Front des ideologischen Klassenkampfes. Ein wichtiger Abschnitt dieser Front bildeten die Medien, Rundfunk und Fernsehen.
Dresden war  im sogenannten „toten Auge“ woraus man kein West-Fernsehen gucken konnte. Eine Kollegin erzählte mir im Vertrauen daß wenn ihre sehr parteilinientreue Mutter bei ihr in Frankfurt (Oder) zu Besuch kam, fragte um Westsendungen einzuschalten. Einen Mitarbeiter des MfS sagte mal (bei eine sonstige Gelegenheit) : „Bilderbuch-Kommunisten“ haben wir nicht zu Verfügung. Wir müssen damit leben daß unsere Menschen einen ‚gespaltenem Kopf‘ haben, immer nach den Westen schielen,  Vergleichungen anstellen“. Wohl deshalb entstand, gab es im DDR-Fernsehen  die Sendung „Das schwarze Kanal“. Viele Genossen guckten sich, inoffiziell versteht sich,  parallel „Kennzeichen D“ an, oder gar DDR und Westnachrichten „um zu vergleichen“ Das war so in der Honecker-Ära.  Die Abbildung bezeugt aber daß es vorher eine Periode gegeben hat wo der Klassenkampf  mit bedeutend mehr Klarsicht und Entschiedenheit geführt wurde. Das waren noch Zeiten! ;-)


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